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Salzkammergut mit Lkw-Fahrverboten bald entlastet?

24.01.2011, 13:17
Salzkammergut mit Lkw-Fahrverboten bald entlastet? (Bild: dpa/A3250 Oliver Berg)
Foto: dpa/A3250 Oliver Berg
Lkw- Fahrverbote sollen nach Plänen der betroffenen Bundesländer das Salzkammergut künftig verkehrsmäßig entlasten. Oberösterreich plant etwa ab Sommer zwei Strecken für Schwerverkehr von außerhalb zu sperren, Salzburg überlegt ähnliche Maßnahmen für internationalen Transit, auch in der Steiermark beschäftigt man sich bereits mit der Idee. Der oberösterreichische Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SP) verweist in diesem Zusammenhang auf positive Erfahrungen mit einem Lkw- Fahrverbot im Innviertel.

Das oberösterreichische Modell sieht vor, dass die B145 zwischen Bad Goisern und der Pötschenhöhe sowie der Koppenpass zwischen Obertraun und Koppenhöhe für Lkws über 3,5 Tonnen gesperrt werden. Ausgenommen sind Fahrzeuge mit Ziel und Quelle in einem fix definierten Umlandbereich, der auch ein Stück in die benachbarten Bundesländer hineinreicht. Das Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) Gmunden dürfte noch bis März dauern, im Mai oder Juni könnte das Verbot dann in Kraft treten, erwartet man im Verkehrsressort.

Koordiniertes Vorgehen aller drei Bundesländer

In Salzburg werde dagegen an einem Lkw- Fahrverbot im Seengebiet zwischen Strobl und Koppl sowie im Ennstal zwischen Altenmarkt und Mandling gearbeitet, so Kepplinger. Die BH Liezen prüfe derzeit, welche Schritte man von steirischer Seite zu einem koordinierten Vorgehen aller drei Bundesländer setzen könnte. Die Grundidee ist, mit einzelnen "Pfropfen" – der Sperre eines kurzen Abschnitts – den Durchzugsverkehr weiträumig zu verringern.

Im Bezirk Braunau gebe es damit gute Erfahrungen, so Kepplinger: Dort ist seit 13. Dezember die B148 zwischen dem Grenzübergang Braunau und Altheim für den Schwerverkehr gesperrt. Ausgenommen sind Fahrzeuge, die aus einem eng definierten Bereich kommen oder dorthin unterwegs sind. Auf den Verbindungen Passau- Linz oder Passau- Wels beispielsweise kann der Abschnitt nicht mehr als Abschneider genutzt werden. Innerhalb eines Monats kontrollierte die Polizei 331 Lastwagen, 107 Lenker wurden angezeigt oder mussten Sicherheitsleistungen hinterlegen, so Kepplinger. "Weiters drehten 35 Lkws am Grenzübergang um, als sie die Polizeikontrolle erblickten."

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